Sie lauern überall. Mal heimlich versteckt, mal offen entdeckt – die Zeitklauer. Und längst wissen wir, dass es nicht mehr nur die „Grauen Herren“ aus Momos Geschichte sind, die den Menschen einreden wollen, sie müssten Zeit sparen, um mehr Lebensqualität zu erreichen. Beinahe täglich drängeln sich mit der Werbung neue Produkte in unseren Alltag, die das Leben nicht nur erleichtern, sondern auch ungeheuer viel Zeitersparnis bringen sollen. Dass man einen Großteil der gewonnenen Zeit nun dafür verwenden muss, um sich im Produkt-Dschungel überhaupt zurechtzufinden und aus einem Überangebot das individuell Passende für sich herauszufischen, wird dabei gern verschwiegen. Seit geraumer Weile wird uns nun sogar ganz offiziell jedes Jahr im Frühling eine Stunde Zeit gestohlen. Zugegeben, wir bekommen sie Ende des Jahres wieder zurück, aber nach Meinung von Experten bringt das Ganze nur eine minimale Energieersparnis, dafür aber unseren Biorhythmus, und damit unsere innere Uhr, gehörig durcheinander … Jetzt gilt es bis zum Ende der Sommerzeit (28. Oktober) die verkürzte Zeit besonders effektiv zu nutzen und nicht mit unsinnigen Dingen zu vergeuden. – Wer die Übertragung des letzten Echos im Fernsehen gesehen hat oder (noch tragischer) live miterleben musste, der weiß, wovon hier die Rede ist. – Wir wollen Ihnen mit einer kleinen, exklusiven (weiterlesen…)
Die Meldung kam rechtzeitig vor der ITB und gab Touristikern und Hoteliers Anlass zur Freude. Berlins 2011er Tourismusbilanz brach erneut alle Rekorde: Zehn Millionen Gäste, 22 Millionen Übernachtungen – ein Plus von 1,5 Millionen gegenüber 2010 –, damit schob sich Berlin unter die Europa-Top 3 im Städte-Tourismus hinter London und Paris. Weitere Steigerungen werden prognostiziert und der Hotelmarkt hält mit der Entwicklung der Gästezahlen locker mit.

Waldorf Astoria, Foto: © Swan Operations Ltd
Einer, der schon sehnlichst auf neue Gäste wartet, ist Friedrich Niemann, General Manager des neuen Waldorf Astoria, der hofft nunmehr spätestens Ende des Frühjahrs eröffnen zu können. Das Luxushotel gegenüber dem Bahnhof Zoo wird wohl die Hoteleröffnung des Jahres an der Spree. „Die Buchungen laufen schon jetzt sehr gut, die Gäste scheinen nur darauf zu warten, dass wir öffnen“, freut sich der General Manager. Zwar sieht Niemann auch die Gefahren von weiter steigenden Kapazitäten im Markt, Angst machen sie ihm jedoch nicht. Allenfalls sieht er einen anhaltenden Druck auf die Raten, hofft aber, dass es dabei in kleinen Schritten aufwärts geht. „Wir haben ein für Berlin einzigartiges Produkt, das sich am Markt durchsetzen wird“, ist der General Manager überzeugt. Als direkte Konkurrenz sieht er lediglich eine Handvoll Häuser.„Wir sind das einzige Hotel dieser Kategorie in der West-City und zudem das nächstgelegene Luxushotel zur Messe“, beschreibt Niemann einen Vorteil des 232-Zimmer-Hauses. Es zeige sich auch jetzt schon, dass man mit Pierre Gagnaires Gourmet-Restaurant einen einzigartigen Anziehungspunkt – besonders für internationale Gäste – geschaffen habe. Das Romanische Café soll sich indessen auch zu einem (weiterlesen…)
Cognac ist altmodisch? Sofort erscheint ein Bild vor Ihnen: Ein distinguierter Herr, elegant gekleidet in einem Ohrensessel am Kamin seines Landhauses sitzend, zu seinen Füßen liegt ein Hund, raucht Zigarre oder Pfeife und gönnt sich nach dem Abendessen einen guten Cognac. Ja, so etwas gibt es, und das ist auch gut so. Cognac zu trinken kann aber auch ganz anders aussehen: junges Partyvolk lässt sich in einer schicken Bar Cocktails wie „Cognac Float“ oder „Cognac Sour“ mixen.

Foto: BNIC / Laurent GORGET
In China – nach den USA und Singapur(!) der drittgrößte Markt für das Getränk aus der französischen Region Charente – ist das ein Renner. Dort wandert ziemlich oft Cognac statt Whiskey oder Gin in die Longdrinks. „Cognac Tonic“ heißt eine Variante, die man nicht nur in der Nachtbar, sondern auch gut als Aperitif auf der sonnigen Terrasse vor dem Mittagessen genießen kann. Oder man probiert einmal die fruchtig-würzige Cocktailkreation namens „Cognac Summit“, die 2008 von einem Team aus Barkeepern erfunden und im vergangenen Sommer in Paris an Orten wie dem berühmten Hotel Costes kredenzt wurde. Neben Cognac VSOP finden sich in diesem Drink unter anderem Limetten, Ingwer und Gurke. Andere Länder, andere Sitten, denn Cognac wird in die ganze Welt verkauft und eben auch weltweit unterschiedlich genossen. Jede Sekunde werden fünf Flaschen Cognac verkauft, haben die Branchenvertreter vom Nationalen Cognac-Büro (BNIC) ausgerechnet. Insgesamt 97 Prozent werden exportiert. Pikantes Detail: Wir Deutschen trinken mehr Cognac als die Franzosen selbst. Aber wir haben ja auch ein paar Millionen mehr Einwohner. Neuen Ideen wie dem „Cognac Tonic“ gegenüber ist nicht jeder aufgeschlossen. Manche Cognac-Liebhaber empfinden eine solche Mischung gar als Frevel, und sehr viele schätzen die lang zurückreichende Tradition über alles. Dabei ist Cognac bei genauerem Hinsehen aus der (weiterlesen…)
„Um die dreißig Jahre reift ein guter Cognac. 1980 war ein kaltes Jahr, gut für Cognac“, fachsimpelt Guilhem Grosperrin, als er mich einen 1980er- Weinbrand verkosten lässt. Während der Cognac in den Fässern lagert, kann ganz viel passieren – geschäftlich, politisch, familiär. Nicht jeder Produzent hält eine solch lange Zeit durch. An diesem Punkt setzt das Geschäft des sympathischen jungen Mannes an. Mit Erfolg: Die Vintage-Cognacs von Guilhem Grosperrin haben es bis in die Regale des Berliner KaDeWe und in Schweizer Nobelrestaurants geschafft.

Foto: BNIC / Gérard MARTRON
Ihn, der in Paris Theater studiert hat, kann man in seiner 7-Mann-Firma im kleinen Örtchen Chermignac besuchen und, wenn man etwas Glück hat, dabei auch einen Cognac aus dem seltenen Cognac-Jahr 1944 verkosten. Zwischen 500 und 600 Euro kostet eine Flasche von dem edlen Getränk, einem Vintage-Cognac. Vintage-Cognac? Ja, Grosperrin verkauft keinen selbstdestillierten Cognac. Seine Geschäftsidee ist es, anderen Herstellern, die zum Beispiel ihren Betrieb aufgeben, ihren Cognac in alten versiegelten Eichenfässern abzukaufen. Diesen lässt er bei sich im Lager weiter reifen und füllt ihn in Flaschen ab. Mit 30.000 Flaschen pro Jahr ist Guilhem Grosperrins Betrieb natürlich im Vergleich zu Multis wie dem Marktführer Hennessy, der 6 Millionen Flaschen pro Jahr verkauft, klein. Klein, aber oho! Sein Vater Jean kam aus Nordfrankreich in die Charente, ließ sich mit der Familie hier nieder und begann 1999 mit dem Aufkauf von Cognac-Fässern. Der Junior betont, dass man für seine Geschäftsidee neben Wissen vor allem Zeit braucht. Er illustriert das gut an einem Beispiel: „Ein Fass mit 300 Litern 1983er Vintage-Cognac kostet rund 14.000 Euro. Vor zehn Jahren war das Fass etwa (weiterlesen…)
Sie leiden im Schulterbereich an Verspannungen und keine Massage hilft? Sie wachen früh auf und haben das Gefühl, im Mund hätten Sie Muskelkater? Kopfschmerzen oder Geräusche im Ohr lassen gar nicht mehr nach? Dann ist Ihnen dringend ein Gang zum Zahnarzt zu empfehlen.

Foto: proDente e. V.
Auslöser für diese beschriebenen Schmerzen, die oft lange Zeit eher ignoriert und ertragen werden, könnte Ihr Kiefergelenk sein. Es verbindet Ihren beweglichen Unterkiefer mit dem Gesichtsschädel. Damit ist dieses Gelenk für den richtigen „Biss“ Ihrer Zähne verantwortlich, für das Öffnen und Schließen Ihres Mundes, für das Zermahlen der Nahrung. Es reguliert das natürliche Zusammenspiel der gesamten Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur mit den am Schädelknochen fest verwachsenen Schläfenmuskeln. Außerdem wäre es Ihnen ohne Kiefergelenk nicht möglich, zu schlucken oder Laute zu bilden.
Das Kreuz mit den Angewohnheiten oder der „Schönheit“
Alles ist genau aufeinander abgestimmt, damit es reibungslos funktioniert. Doch dann passiert etwas, was das Kiefergelenk beeinträchtigt und in der Folge den Zähnen und dem restlichen Körper schadet. Andersherum kann (weiterlesen…)