
Foto: Sabeth Stickforth
Mal ehrlich – wie fad wäre das Leben ohne den Wechsel der Jahreszeiten, ohne die fantastische Rotfärbung des Weinlaubes im Herbst und den pudrig-glitzernden Schnee im Winter. Doch nach diesen langen, langen Kältetagen haben wir den Frühling wohl selten so herbeigesehnt wie in diesem Jahr. Und so verabschieden wir uns mit Ihnen gemeinsam von Schal und Pudelmütze und damit auch von der rauschenden Berliner Ballzeit – mit einem Rückblick auf gesellschaftliche Highlights wie die italienische Film-Gala „Notte delle Stelle“, die „Sterne des Sports“ oder die Verleihung des „Askania Awards“ und natürlich auf den „Ball der Bälle“, den 63. Ball der Wirtschaft. Etwa 3.000 Gäste waren der Einladung des VBKI (Verein Berliner Kaufleute und Industrieller) gefolgt und feierten in festlicher Abendrobe traditionell im Hotel InterContinental bei kulinarischen Köstlichkeiten.
Auch in den Berliner Restaurants weht nach der eher deftigen Zeit ein sachter Frühlingswind durch die Küchen und sorgt für „kulinarische Frühlingsgefühle“ – bei uns ab Seite 36. Winterliche Schmorgerichte werden von leichter, frischer Kost abgelöst und die Köche sehnen sich nach dem ersten Ernteschwung aus dem Umland – und nicht nur nach dem Spargel. So freut sich z. B. Pascal Verrotten, Küchenchef im Restaurant Vox, neben Wildkräutern und Kapuzinerkresse besonders „auf mageres (weiterlesen…)
Ob unternehmerisches Know-how für Start-ups, Ratgeber bei wirtschaftlichen Entscheidungen, Impulsgeber bei aktuellen politischen Debatten oder Initiatorvon bürgerschaftlichem Engagement – der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) macht sich stark für die Hauptstadt.
Mit einer 134-jährigen Geschichte zählt er zu den ältesten Wirtschaftsinstitutionen Deutschlands. Der Verein mit seinen 1.500 Mitgliedern versteht sich als Partner von Politik und Öffentlichkeit, als Multiplikator und Brückenbauer. Seit September 2011 lenkt Markus Voigt die Geschicke des Vereins. Der Wahlberliner setzte neue Akzente und profilierte den VBKI mehr denn je als Netzwerk, Denkfabrik, Schrittmacher und Forum. Mit 28 Jahren gründete der Chairman der Hyder Consulting GmbH Deutschland sein erstes eigenes Unternehmen. Wie sieht er die wirtschaftlichen Perspektiven der Stadt? Das und noch mehr fragten wir den Präsidenten.

Markus Voigt / Foto: Sabeth Stickforth
Sie sind seit eineinhalb Jahren im Amt. Welches Fazit ziehen Sie? Was haben Sie seitdem bewegt, verändert?
Ich bin sehr zufrieden, wie wir vorangekommen sind. Wir haben (weiterlesen…)
1.012 Zimmer, zweithöchstesGebäude der Stadt, 40 Jahre Geschichte, eines der umsatzstärksten Häuser Deutschlands – das Park Inn by Radisson am Alexanderplatz ist ein Haus der Superlative. Seit Mitte Januar ist Bertold Reul neuer General Manager. Seine Karriere begann der Rheinländer im Holiday Inn Aachen, danach folgten mehrere Stationen in der NRW-Landeshauptstadt. Vor seinem Berlin- Start war der 43-Jährige sieben Jahre Chef des Hotel Nikko in Düsseldorf.

Bertold Reul / Fotos: Bastian Fischer
Das Haus am Alexanderplatz in seinen Dimensionen, seiner Historie und internationalen Stellung kannte Bertold Reul schon vor seinem Amtsantritt. Doch die Größe stellt selbst erfahrene Hoteliers vor Herausforderungen. „Das Park Inn ist ein sehr intensives Haus. Gegenwärtig ist es so, dass ich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr brauche als sie mich. Dabei fällt mir auf, dass viele von ihnen schon sehr lange in diesem Haus arbeiten und mit ihm sehr verwachsen sind. Das ist etwas ganz Besonderes“, berichtet der Manager, und gesteht, dass „jedes Hotel, in dem ich arbeite, eine Lebensaufgabe ist. Kurzfristiger Aktionismus war meine Sache noch nie. Das Minimum in diesem Haus am Alexanderplatz sind für mich fünf Jahre – gern auch länger.“ Und so steckte der lebhafte neue Chef von Berlins größtem Stadthotel auch schon nach kurzer Zeit mitten im Hotelalltag: tägliche Jour fixe mit den Abteilungsleitern, Termine mit den Stammkunden („das wird hier sicherlich ein gutes Jahr dauern“), Gespräche mit den Mitarbeitern am Arbeitsplatz. „Dann gilt es, Netzwerke aufzubauen und zu pflegen, damit ich über den Tellerrand des Hotels hinausschauen kann. Dabei erlebe ich viel Unterstützung von meinen Amtskollegen hier in Berlin – das ist durchaus (weiterlesen…)
Der Winter ist endlich vorbei und die unbändige Lust auf leichte frische Küche kann mit dem ersten Ernteschwung aus dem Umland beginnen. In Berliner Restaurants werden die winterlichen Schmorgerichte von jungen Pflänzchen, Früchtchen und deren leckere schnelle Zubereitung abgelöst.

Foto: Südwest Verlag / Maike Jessen
Wildkräuter, Kapuzinerkressen- und Kornblüten, Margeriten, Gänseblümchen, Frühlingszwiebel und Rhabarber kommen Küchenchef Pascal Verrooten vom Restaurant Vox im Grand Hyatt beim Stichwort Frühling spontan in den Sinn. „Ja, den Frühling erwarte ich beim Kochen sehnsüchtig, denn die Küche braucht Abwechslung nach so vielen Kohlsorten im Winter. Im Frühjahr haben wir einfach ein größeres Spektrum an Zutaten und können kreativ mit den frischesten Zutaten aus der Region arbeiten. Zudem freue ich mich auf mageres Kaninchenfleisch aus Beelitz, von dem wir die Rückenfilets mit Bärlauchpesto füllen und auf weißem Bohnenpüree mit Aprikosen servieren.“
Und wie sieht es mit den Vegetariern aus, Herr Verrooten? „Im Vox sind wir ja für Sushis bekannt und da gibt es auch einige Füllungen, wie z. B. mit Avocado und Frühlingsmöhrchen. Aber unser Kräuterblattsalat mit Möhren-Ingwer-Dressing, serviert mit jungen Gemüsecrudités (zu Sticks geschnitten), ist der Frühlingshit, genauso wie Dinkelrisotto mit grünem Spargel oder Quinoa, das Inkagold (eine Art Getreide), zubereitet wie Risotto mit Spargel. (weiterlesen…)
Wenn sich die kalte Jahreszeit verabschiedet, stellt so mancher fest, dass der Frühling kommt, aber der Winterspeck bleibt. Zeit für eine Diät? Zwischen Apfelessig und Weight Watchers gibt es wohl mehr Abnehm-Fahrpläne als Tage im Jahr. Sogar eine Eisbein-Diät kreierten findige Marketing-Experten. Welche Diät hält, was sie verspricht? Ist das Abschmelzen von Kilos eine Erfindung der Neuzeit? Wir wollten das jenseits der Schlagzeilen wissen und fragten eine Frau, deren Forschungsgegenstand die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit von den molekularen Grundlagen bis zur klinischen Anwendung sind. Prof. Dr. Susanne Klaus leitet die Arbeitsgruppe Physiologie des Energiestoffwechsels am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).

Hand aufs Herz: Haben Sie die letzten Weihnachtsfeiertage ohne Gewichtszunahme überstanden?
Das weiß ich nicht, denn ich habe keine Personenwaage im Haushalt. Maßstab für mich ist der Hosenbund – das ging in Ordnung.
Nervt es Sie manchmal, wenn alle über Diäten reden, am meisten die, die sie am wenigsten brauchen?
Ich habe gar nicht das Gefühl, dass alle über Diäten reden. Bei Zeitschriften wird das Thema häufig inflationär behandelt, das ist mitunter übertrieben.
Welche Diäten sind gerade angesagt?
Ich verfolge das nur peripher. Manchmal fragen mich Journalisten nach Diäten, von denen ich noch nie im Leben etwas gehört habe. Nach wie vor entscheiden sich viele für das Reduzieren der Kohlenhydrate in verschiedenen Varianten. Die Methode ist durchaus sinnvoll, weil viele damit klarkommen, die bei anderen Diäten scheiterten. Es gibt für den Erfolg eine wissenschaftliche Grundlage, wir selbst haben an Hochprotein (weiterlesen…)