Darüber spricht man nicht – jetzt aber schon!

„Ida‘s Place“-Gründerinnen Susanne Rönnefarth, Kati Ernst und Kristine Zeller (v. l. n. r.). Fotos: Ida‘s Place
„Ida‘s Place“-Gründerinnen Susanne Rönnefarth, Kati Ernst und Kristine Zeller (v. l. n. r.). Fotos: Ida‘s Place

Wir alle kommen inkontinent zur Welt. Doch was für Babys völlig natürlich ist, stellt für betroffene Erwachsene ein schambehaftetes Tabuthema dar. Bei der 13. Welt-Kontinenz- Woche vom 21. bis zum 27. Juni wollte die Deutsche Kontinenz Gesellschaft mit zahlreichen Veranstaltungen zur Aufklärung, Enttabuisierung und zur Verbesserung der Lebensqualität für Betroffene beitragen. Dies ist auch das Anliegen des jungen Berliner Start-ups Ida’s Place.

Die Dunkelziffer ist hoch. Gerade Frauen haben am meisten darunter zu leiden. Nach der Geburt ist etwa ein Drittel aller jungen Mütter davon betroffen und ab der Menopause jede zweite Frau. Und doch ist der Markt für Inkontinenzwäsche verstaubt und wenig ökologisch. Die Macherinnen von Ida’s Place, Dr. Kati Ernst, Kristine Zeller und Susanne Rönnefarth, wollen das ändern und haben funktionale Slips entwickelt. Die Idas sind elegant-stylisch, angenehm zu tragen, hochfunktional und dabei auch noch nachhaltig – noch so ein wichtiger Aspekt für die Gründerinnen selbst und auch für die Generation von Frauen, die sie als Zielgruppe im Blick haben. Darüber hinaus möchten die Start-up- Macherinnen mit dem sichtbar Machen und dem offensiven Dialog zum Thema dazu beitragen, ein wichtiges Female Health Thema zu entstigmatisieren und den Alltag zu erleichtern. Damit Frauen das Leben „In Deiner Art“ genießen können, so die Langversion von Ida. Das weibliche Start-up möchte aber noch viel mehr erreichen als frauenorientierte Produkte auf den Markt zu bringen.

IdasPlace_HW und Slip_Feier. Fotos: Ida‘s Place
Slip_Feier. Fotos: Ida‘s Place

Sie sind angetreten, um dem Gender Gap entgegenzuwirken, der Frauen auf vielen Ebenen betrifft wie im Beruf bei der Bezahlung und Karrierechancen, im Alltag bei Haushalt, Familie und Sorgearbeit und schließlich mit dem Thema Altersarmut. Und auch in der Wirtschaft ist die Ungleichheit allgegenwärtig von männlich dominierten Vorständen und Aufsichtsräten über die geringe Zahl der Gründerinnen, die gerade einmal bei 15 Prozent liegt, und die seltene Finanzierung durch Wagniskapitalgeber, die nur zwei Prozent des Geldes an frauengeführte Start-ups vergeben. Die männliche Dominanz schlägt sich sogar in der Produktentwicklung nieder. Ein Grund mehr für Ida’s Place die Dinge zu ändern. Ihre Mission vereint wirtschaftliches Erfolgsstreben mit gesellschaftlichen Impulsen: „Wir verstehen uns als Female Empowerment Company. Wir streben nach gesellschaftlichem Wandel durch Unternehmertum und mit innovativen Produkten für Frauen, die Diskussionen anregen und deren Alltag sorgenfreier machen, erklärt Mitgründerin Dr. Kati Ernst. Vor drei Jahren hat sie zusammen mit Kristine Zeller das Start-up ooia gegründet, eine Multi Brand Company, die sich mit der neuen Produktkategorie Periodenwäsche etabliert hat, bereits mehr als 200.000 Produkte verkauft und zahlreiche Preise für engagierte Innovation gewonnen hat. Seit April 2020 hat das Gründer-Duo eine dritte Mitstreiterin, Susanne Rönnefarth, mit an Bord geholt und gemeinsam gründeten sie Ida‘s Place, die zweite Marke der ooshi GmbH. Und damit hat Ida’s Place als Female Empowerment Company mit smarten Slips mit Mehrwert und einer unterschätzten Zielgruppe, die nach Produkten, Antworten und Aufmerksamkeit sucht, beste Aussichten auf Erfolg und gesellschaftlichen Wandel.

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