Perspektivwechsel

Weltdenken. © Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin; Fotos: Alexander Schippel

Wie oft entführt uns der Blick von Künstler*innen in neue Welten und bewirkt, dass wir unsere Umgebung differenzierter betrachten. Hier vier Tipps für sommerliche Ausstellungsbesuche, die dazu inspirieren.

Picasso und seine Zeit

Paul Klee, Der grosse Kaiser reitet in den Krieg, 1920. © bpk / Nationalgalerie, SMB, Museum Berggruen / Jens Ziehe

Museum Berggruen

Mit mehr als 120 Werken von Pablo Picasso (1881-1973) gibt das Museum einen vielfältigen Überblick über die Entwicklung des weltberühmten Spaniers. Zentrale Arbeiten, wie etwa das berühmte Motiv des sitzenden Harlekins aus der Rosa Periode und Porträts der Dora Maar, gehören zu dieser Schau. Umfangreich vertreten ist auch Paul Klee (1879-1940). Vor allem mit ihren späteren Werken sind Henri Matisse (1869-1954) und Alberto Giacometti (1901-1966) präsent, des Weiteren die Künstler Georges Braque, Henri Laurens und Paul Cézanne. Name und Entstehung der Sammlung gehen auf den Kunsthändler und Sammler Heinz Berggruen (1914-2007) zurück. Über einen Zeitraum von mehr als vierzig Jahren trug er diese Meisterwerke zusammen.
Dauerausstellung
www.smb.museum

BERLIN GLOBAL – Die Hauptstadt als Teil einer vernetzten Welt

Humboldt Forum

Mode. © Kulturprojekte Berlin und Stadtmuseum Berlin; Fotos: Alexander Schippel

Gestern, heute, morgen: Vieles, was in Berlin passiert, hat Einfluss auf die Welt. Und vieles, was in der Welt passiert, wirkt auf Berlin. In einzelnen Themenräumen wird diese Verknüpfung transparent. Sie erzählen von Revolution, Freiraum, Grenzen, Vergnügen, Krieg, Mode und Verflechtung. Raumgreifende Installationen und atmosphärische Inszenierungen spiegeln die Vielfalt der Stadt wider. Darüber hinaus kommen Menschen, kommen Expertinnen, Künstlerinnen, Initiativen und Vereine mit ihren Erzählungen, Erfahrungen und Perspektiven zu Wort.
Dauerausstellung
www. berlin-global-ausstellung.de

AKIRA – Die Architektur von Neo Tokyo

Tchoban Foundation – Museum für Architekturzeichnung

AKIRA, Schnitt Nr. 2211; Finaler Produktonshintergrund; Hiroshi Ohno, Plakatfarbe auf Papier, 50 x 36 cm. © MASH • ROOM / AKIRA COMMITTEE. All Rights Reserved

Und auch hier globale Dimensionen: Der Blick auf und in Neo Tokyo, den Schauplatz des japanischen Kult-Anime AKIRA aus dem Jahr 1988. Dank der opulenten Darstellung dieser ikonischen Filmstadt entwickelte das Werk eine große filmische Kraft. Bis heute gilt es als maßgeblich beteiligt an dem in den 90er Jahren beginnenden Boom des Genres Anime. Der exklusive Zugang zu den Studioarchiven der beteiligten Künstler ermöglicht die Präsentation von Kunstwerken, die bisher noch nie gezeigt wurden. Zu sehen sind 59 originale Produktionshintergründe, Layout-Zeichnungen, Konzept-Entwürfe und Image-Boards.
www.tchoban-foundation.de

Sibylle Bergemann: Stadt Land Hund. Fotografien 1966–2010

Berlinische Galerie

Bassé, Île de Gorée, Senegal 2010. Foto: © Estate Sibylle Bergemann/OSTKREUZ. Courtesy Loock Galerie, Berlin

Sibylle Bergemann (1941–2010) gehört zu den bekanntesten deutschen Fotografinnen. Über mehr als vier Jahrzehnte schuf die Berlinerin ein außergewöhnliches Werk aus Stadt-, Mode- und Porträtaufnahmen sowie essayistischen Reportagen. Wiederkehrende Motive – u. a. Frauen, Städte – entführen in besondere Momente, an besondere Stätten, die auch vom Fernweh der Künstlerin zeugen. Gleichermaßen ermöglichen die über 200 Fotografien einen sehr persönlichen Blick auf das Werk der Künstlerin.
Vom 24. Juni bis zum 10. Oktober 2022
www.berlinischegalerie.de

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