And the winner is …

Der Cast von „In die Sonne schauen“ – Fotos: Eventpress Fuhr

Zum 22. Mal wurden die Deutschen Filmpreise, auch Lolas genannt, im Rahmen einer glamourösen Gala mit 1.900 Gästen im Palais am Funkturm vergeben. Schauspieler Christian Friedel moderierte eine Verleihung, bei der sich wieder die Crème de la Crème des deutschen Films traf.

Die Branche feierte in großen Roben, Smokings und mit emotionalen Höhepunkten. Leider aber auch mit technischen Schwierigkeiten und Unterbrechungen, aber dies tat der euphorischen Stimmung im Saal keinen Abbruch. Im Publikum fieberten Prominente wie u. a. Katja Riemann, Palina Rojinski, Heike Makatsch, Jannis Niewöhner, Natalia Wörner, Jessica Schwarz, Janina Uhse, Collien Fernandes, Hannah Herzsprung, Nora von Waldstätten, Annika und Frederick Lau mit ihren nominierten Kollegen mit und spendeten begeistert Applaus. Natürlich besonders bei den „Königsdisziplinen“ wie dem Ehrenpreis für herausragende Verdienste um den Deutschen Film, der diesmal an Wim Wenders ging. „Er ist als Filmemacher absolut einzigartig und seit über fünf Jahrzehnten eine Ikone des Weltkinos“, begründete Florian Gallenberger, Präsident der Deutschen Filmakademie und Vorsitzender der Ehrenpreis-Jury, die Entscheidung.

Standing Ovations gab es auch für Senta Berger, die 85-Jährige wurde als beste Hauptdarstellerin für ihre Rolle in der Tragikomödie „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ausgezeichnet. Regie führte ihr Sohn Simon Verhoeven, der in seiner Laudatio lächelnd erzählte: „Wenn man mit seiner Mutter einen Film dreht, so führt das natürlich dazu, dass man als Regisseur am Set ständig ‚Mama‘ sagt. Was nicht unbedingt ideal ist oder autoritätsfördernd, aber in diesem Fall war es ganz wunderbar.“ Senta Berger selbst war überwältigt und sagte gerührt: „Ich bin erst morgen glücklich. Heute ist es einfach zu viel.“ Es war übrigens ihre erste Nominierung und gleichzeitig ihr erster Preis als beste weibliche Schauspielerin. Ihr Filmpartner Michael Wittenborn wurde als bester Nebendarsteller geehrt.

Zum besten Hauptdarsteller wurde August Diehl für seine Rolle in „Das Verschwinden des Josef Mengele“ gekürt. Besucherstärkster Film war diesmal „Das Kanu des Manitu“ von Michael „Bully“ Herbig. Lena Urzendowsky wurde als beste Nebendarstellerin „In die Sonne schauen“ geehrt. Das Drama war mit insgesamt 10 Lolas der große Abräumer des Abends.

www.deutscher-filmpreis.de
www.deutsche-filmakademie.de

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